Deutschland steht vor einer Nachfolgewelle
Viele Unternehmer haben über Jahrzehnte einen erfolgreichen Betrieb aufgebaut. Doch irgendwann stellt sich eine entscheidende Frage:
Wer führt mein Unternehmen weiter, wenn ich aufhöre?
Diese Frage wird für den deutschen Mittelstand zunehmend zum Problem.
KfW Research kommt im aktuellen Nachfolge-Monitoring zu einem bemerkenswerten Ergebnis: 57 % der mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer waren 2025 bereits mindestens 55 Jahre alt. Vor 20 Jahren waren es lediglich 20 %. Mehr als zwei Millionen Inhaber sind inzwischen mindestens 55 Jahre alt.
Die Folge: Immer mehr Unternehmen müssen sich mit ihrer Nachfolge beschäftigen.
Rund 109.000 Unternehmen pro Jahr suchen eine Nachfolgelösung
Bis Ende 2029 wollen laut KfW rund 545.000 mittelständische Unternehmen eine Nachfolgeregelung finden.
Das entspricht durchschnittlich rund:
109.000 Unternehmen pro Jahr.
Gleichzeitig planen 569.000 Unternehmen mit Rückzugsabsicht bis Ende 2029 keine Fortführung. Das wären durchschnittlich etwa 114.000 Geschäftsaufgaben jährlich.
Das Problem ist deshalb nicht allein die Zahl der bevorstehenden Übergaben.
Es fehlen geeignete Menschen, die Unternehmen übernehmen wollen und können.
Die DIHK sieht eine wachsende Nachfolgelücke
Auch die Zahlen der Deutschen Industrie- und Handelskammer zeigen die Entwicklung.
2024 führten die IHKs fast 10.000 Beratungen mit abgabewilligen Unternehmen – ein Plus von 16 % und ein Rekordwert. Demgegenüber standen 4.016 Personen, die an einer Übernahme interessiert waren. Bei rund 5.620 beratenen Betrieben gab es keinen Nachfolgeinteressenten.
Besonders alarmierend:
27 % der beratenen Unternehmen erwogen eine Betriebsaufgabe. Bei 92 % davon war das Fehlen eines Nachfolgers ein Grund.
Nachfolger findet man nicht nur über Unternehmensbörsen
Viele potenzielle Nachfolger suchen nicht aktiv nach einem Unternehmen.
Genau hier sehe ich eine Parallele zur Personalvermittlung: Auch viele hervorragende Fach- und Führungskräfte besuchen keine Jobbörse, weil sie aktuell beschäftigt sind.
Trotzdem können sie für eine interessante neue Perspektive offen sein.
Warum sollte dieses Prinzip nicht auch bei der Unternehmensnachfolge funktionieren?
Statt ausschließlich darauf zu warten, dass ein potenzieller Nachfolger ein Unternehmen entdeckt, können geeignete Persönlichkeiten identifiziert und direkt angesprochen werden.
Genau hier setze ich mit meiner Erfahrung aus Marketing, Headhunting, Active Sourcing und persönlicher Direktansprache an.
Ich warte nicht auf den passenden Nachfolger. Ich suche ihn.
Quellen:
KfW Research – Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025
DIHK – Unternehmensnachfolge-Report 2025
