Für den Beginn der Nachfolgesuche brauchen Sie ein verständliches Unternehmensprofil, nachvollziehbare Geschäftszahlen und klare Übergabeziele. Für die spätere Prüfung kommen weitere Unterlagen hinzu. Nicht alle Dokumente gehören in die erste Ansprache; sensible Informationen sollten Sie abgestuft und kontrolliert bereitstellen.
Was Sie für das erste Suchgespräch vorbereiten können
Beschreiben Sie kurz, was Ihr Unternehmen anbietet, welche Kunden es erreicht und welche Stärken es auszeichnen. Ergänzen Sie Mitarbeiterzahl, Standort, Rechtsform und Ihre wichtigsten Aufgaben im Tagesgeschäft.
Klären Sie Ihre persönlichen Ziele: Wann möchten Sie übergeben? Geht es um das gesamte Unternehmen oder eine Beteiligung? Welche Rolle möchten Sie anschließend spielen? Eine Preisvorstellung ist hilfreich, sollte aber nicht mit einer fachlichen Bewertung verwechselt werden.
Welche Geschäftszahlen eine Grundlage schaffen
Bereiten Sie nach Möglichkeit die Jahresabschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre, eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung und Informationen zur laufenden Geschäftsentwicklung vor. Je nach Unternehmen können Auftragsbestand, Investitionsbedarf, Verbindlichkeiten und Liquiditätsplanung relevant sein.
Erklären Sie Besonderheiten wie außergewöhnliche Aufwendungen, einmalige Erträge oder größere Kundenverluste. Nachvollziehbare Erläuterungen sind hilfreicher als Zahlen, deren Veränderungen niemand einordnen kann.
Was später für die vertiefte Prüfung hinzukommt
Bei ernsthaftem Interesse werden häufig Gesellschaftsunterlagen, wesentliche Verträge, Angaben zu Immobilien oder Mietverhältnissen, Personalstruktur, Schutzrechten und Genehmigungen benötigt. Die konkrete Liste hängt von Geschäftsmodell, Branche und geplanter Übernahme ab.
Dokumentieren Sie auch Abläufe: Wer betreut wichtige Kunden? Wer kalkuliert Angebote? Welche Aufgaben liegen ausschließlich bei Ihnen? So wird sichtbar, wo vor der Übergabe Wissen übertragen oder Verantwortung verteilt werden muss.
Was zunächst vertraulich bleibt
Kundenlisten, personenbezogene Daten und besonders sensible Verträge sollten nicht ungeprüft weitergegeben werden. Stimmen Sie Zeitpunkt, Umfang und gegebenenfalls Schwärzungen mit Ihren Fachberatern ab.
Für ein erstes Gespräch mit ihoch3 CONSULTING müssen Sie noch keinen vollständigen Datenraum aufbauen. Gemeinsam klären wir, welche Informationen für ein Suchprofil bereits ausreichen.
Quellen und weiterführende Informationen: IHK Schwaben – Checklisten für Übergebende und Übernehmende · IHK Frankfurt – Vorbereitung des Nachfolgesprechtags
